Angermann`s Rassekaninchenzucht
Angermann`s Rassekaninchenzucht

Weißgrannen blau

Aussehen des Weißgrannenkaninchen

Farblich ist das Weißgrannenkaninchen gekennzeichnet durch eine einfarbig dunkle Oberseite, weiße Bauchseite und Unterseite der Blume. Die Kopfzeichnung umfasst die weißen Augenringe, weiße Einfassungen der Nasenlöcher, Kinnbackeneinfassung sowie weiße Ohrumrandung die sich im Genickkeil fortsetzt. Die weiße Ohrumrandung soll als kleiner weißer Fleck zwischen den Ansatzstellen der Ohren sichtbar sein. Die weiße Farbe des Bauches setzt sich in Form weißer Grannenhaare in einem etwa handbreiten Band an Brust, Flanken und Hinterteil fort. Zu dieser Farbverteilung kommt es durch Kombination des Lohfaktors, einer Mutation des Wildfarbigkeitsfaktors, bei dem die Verteilung der Farbzonen im Kaninchen aufgehoben ist, die typischen Wildfarbigkeitsabzeichen aber erhalten bleiben mit dem Chinchillafaktor, einem Allel der Albinoserie, bei der kein gelbes Pigment im Haar ausgebildet wird. Das ähnliche Lohkaninchen hingegen besitzt zusätzliche Gelbverstärker, die zur leuchtend gelben Farbe der Abzeichen führen.

Weißgrannenkaninchen sind in den Farbschlägen schwarz, blau und havannafarbig anerkannt, dabei ist der schwarze Farbenschlag der häufigste, der havannafarbige macht etwa 10 % der gezeigten Weißgrannen aus.

Die entsprechenden Erbformeln lauten:

  • Schwarz: AchiBCDgo (Deutsche Symbolik) bzw. atBCch2DE (Englische Symbolik)
  • Blau: AchiBCdgo (Deutsche Symbolik) bzw. atBCch2dE (Englische Symbolik)
  • Havannafarbig: AchiBcDgo (Deutsche Symbolik) bzw. atbCch2DE (Englische Symbolik)
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Geschichte des Weißgrannenkaninchens

Weißgrannenkaninchen sind, wie andere Kaninchenrassen auch, mehrmals unabhängig voneinander entstanden. In Deutschland zeigte sie als erster Friedrich Joppich 1928 auf der Edelpelztierschau in Berlin unter dem Namen Deutsches Silberfuchskaninchen. Nach seinen Angaben tauchten Tiere dieser Farbe häufig in Würfen insbesondere englischen Chinchillakaninchen auf. Das ist nicht verwunderlich, erwähnt doch auch Sandford die starke Aufspaltung der ersten Chinchillakaninchen und die Einkreuzung von Lohkaninchen. Joppich erwähnt, dass auch diverse andere Züchter in Deutschland und anderen Ländern Kaninchen von der Färbung der Weißgrannen in Würfen von Chinchillakaninchen vorfanden und teilweise als eigenständige Rassen weiterentwickelten. So wurde diese Rasse 1933 als Zilvervos (Silberfuchs) in den Niederlanden anerkannt. Um Joppichs Silberfuchskaninchen wurde es in Deutschland wieder ruhiger, erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Rasse in Deutschland neu gezüchtet, so von Kläre Geißler aus Bad Klosterlausnitz, die 1949 erneut zwei Jungtiere dieser Zeichnung in einem Wurf von Kleinchinchillakaninchen fand und die Rasse 1951 ausstellte. Auch zu dieser Zeit kam es zur unabhängigen Entstehung der Rasse an verschiedenen Stellen, so in Landshut, Pfaffenhofen und Ilmmünster. Die Angaben zur Anerkennung der Rasse im Standard schwanken etwas zwischen 1957 und 1962. Heute sind Weißgrannenkaninchen verbreitet, ohne sehr häufig zu sein; Majaura gibt an, dass 2004 1,3 % aller in Deutschland aufgezogenen Jungtiere Weißgrannenkaninchen gewesen seien.

Quelle:Wikipedia

Bewertungsbestimmungen

Die Weißgrannen blau gehören zu den Mittelgroßen Rassen und sind im Standard des ZDRK anerkannt.
  

Gewicht

Die Weißgrannen haben ein Idealgewicht von 3,50 bis 4,25 kg. Das Mindestgewicht beträgt 2,50 kg.
 

Körperform, Typ und Bau

Der Körper soll eine gedrungene Walzenform vorweisen und hinten gut abgerundet sein. Die Läufe sind mittellang und kräftig und unterstützen eine bodenfreie Stellung.

Der kurze, kräftige Kopf ist direkt ohne sichtbaren Hals am Rumpf des Tieres angesetzt und zeigt eine breite Stirn- und Schnauzpartie. Die kräftigen Ohren passen in ihrer Länge harmonisch zum Tier.
 

Fellhaar

Das dichte, mittellange Fellhaar der Weißgrannen soll eine gute Unterwolle und eine gleichmäßige Begrannung haben. Außerdem ist auf eine gute Behaarung der Ohren zu achten.
       

Deckfarbe der Weißgrannen blau

Die Deckfarbe der Weißgrannen ist ein intensives blau. Die Bauchdeckfarbe, die Innenseiten der Läufe sowie die Unterseite der Blume sind weiß. Die Schoßflecken sollten dunkel getönt sein. Die Augenfarbe ist blaugrau.
 

Abzeichen

Als Abzeichen gelten unter anderem die weiß eingefassten Nasenlöcher, sowie die weißen Augen- und Kinnbackeneinfassungen. Aber auch die rassetypische weiße Begrannung am Rumpf und der nicht zu große Nackenkeil gehören zu den Abzeichen.
      

Unterfarbe

Die Unterfarbe soll am ganzen Körper dunkelblau sein.
      

Pflegezustand

Voraussetzung für die Bewertung der Kaninchen ist ein guter Pflegezustand. Das Fell und die Krallen sind frei von Stallschmutz. Die Ohren und der Geschlechtsbereich des Tieres sind sauber.

Quelle:ZDRK Standard

Bewertung nach folgender Skala

Gewicht  20,0
Körperform, Typ und Bau 20,0
Fellhaar 15,0
Deckfarbe 15,0
Abzeichnung 15,0
Unterfarbe 10,0
Pflegezustand 5,0
   100,0
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© Thomas Angermann